Dem Team der Lernwelt didab zusammen mit der Herausgeberin GDW Nord ist besonders wichtig, dass die Entwicklungsprozesse der digitalen Bildungsangebote wissenschaftlich begleitet werden.
Aus der ersten Forschungskooperation heraus entstand eine umfangreiche Bedarfsliste für Themen, die didab vorrangig als interaktive Lernmaterialien entwickelt. Die Ergebnisse sind in der Publikation „Teilhabe an digitaler Bildung. Ergebnisse der Bildungsstudie der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Norddeutschland e. G.“ (2021) veröffentlicht.
Im Rahmen der darauf folgenden Kooperation mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Wolfenbüttel entstanden im diBa-Forschungsprojekt (2019 – 2022) achtzig berufsbildende Lernmodule für Beschäftigte der WfbM. Die Ergebnisse sind in der Publikation „Digitale Qualifizierung: Chancen für Menschen mit Behinderungen
Ergebnisse eines Modellprojekts“ (2024) zusammengefasst.
Die Erkenntnisse aus der dritten GDW Nord-Kooperation mit dem DisAM-Modellprojekt stehen hier als Strategiekonzept und Handreichung mit Best-Practice Beispielen als kostenlose Downloads zur Verfügung.
DisAM – Chancen der Digitalisierung für die selbstbestimmte Arbeitsmarktqualifizierung von Menschen mit Schwerbehinderung
Das DisAM-Modellprojekt ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds finanziertes Forschungsvorhaben, das die Möglichkeiten der Digitalisierung gezielt für die Qualifizierung von Menschen mit Schwerbehinderung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) untersucht hat. Der Projektzeitraum war von August 2023 bis April 2026.
Das Gesamtziel des Projekts war, fördernde und hemmende strukturelle Faktoren an der Schnittstelle zwischen WfbM und dem ersten Arbeitsmarkt zu erforschen. Dazu wurden multiperspektivisch die Bildungsbedarfe, Qualifikationen und strukturelle Gegebenheiten in den WfbM und darüber hinaus untersucht. Als Ergebnis wurden praxisorientierte Handlungsoptionen und Best-Practice-Modelle lokalisiert, um die Übergänge von Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt mithilfe digitaler Bildung zu verbessern.
Das Projekt untersuchte die Gegebenheiten in sechs WfbM in fünf norddeutschen Bundesländern. Darüber hinaus wurden Arbeitgebende, Werkstatträte und weitere Akteure einbezogen.
Schwerpunkt der GDW Nord
Als Kooperationspartner des DisAM-Projekts unterstützte die GDW Nord das Vorhaben in der Funktion als Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis. Aufbauend auf einer über zehnjährigen Zusammenarbeit mit beteiligten Forschenden in verschiedenen Projekten bringt die GDW Nord umfassende Erfahrungen – besonders in der digitalen Qualifizierung für WfbM-Beschäftigte mit der E-Learning Plattform didab - in Forschungsprozess und Erkenntnsigewinn mit ein.
Im Projekt übernahm sie damit eine vermittelnde Funktion zwischen dem Forschungsvorhaben und den Einrichtungen der Praxis, die als Mitglieder der GDW Nord aktiv beteiligt sind. Durch diese Kooperationsfunktion zwischen dem Forschungsvorhaben und den Einrichtungen der Praxis mit den Mitgliedern der GDW Nord wird sichergestellt, dass die entwickelten Ansätze praxistauglich erprobt und zielgruppengerecht weiterentwickelt werden.
Darüber ermöglicht die GDW Nord, dass die Forschungsergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus langfristig für Interessierte zugänglich bleiben und somit nachhaltig zur Weiterentwicklung inklusiver Qualifizierungsangebote beitragen.